Jahresmeldungen zur Unfallversicherung

Zum Beginn eines neuen Kalenderjahres sind neben den Jahresmeldungen zur Sozialversicherung auch die Jahresmeldungen zur Unfallversicherung zu erstellen und zu versenden. Dabei gelten einige Besonderheiten.

 

Die Jahresmeldungen für die Unfallversicherung sind für das abgelaufene Kalenderjahr bis spätestens 16.2. des Folgejahres zu übermitteln. Besonders dabei ist jedoch der Meldezeitraum. Denn unabhängig von der tatsächlichen Beschäftigungszeit, ist bei den Jahresmeldungen zur Unfallversicherung stets das komplette Kalenderjahr (1.1. bis 31.12.) zu melden. Dies führt dazu, dass auch für Mitarbeiter, die im Laufe des abgelaufenen Kalenderjahres ausgeschieden sind, noch Jahresmeldungen zur Unfallversicherung erstellt werden und versendet werden müssen.

Die Jahresmeldungen zur Unfallversicherung gehen (anders als der Name vermuten lässt) nicht an die Unfallversicherungsträger. Vielmehr dienen diese der Rentenversicherung für Prüfzwecke. Für die Unfallversicherung sind die angaben auf dem Lohnnachweis maßgebend.

 

Inhaltlich sind folgende Angaben in den Jahresmeldungen zur Unfallversicherung zu beachten:

 

  • Abgabegrund 92
  • Versicherungsnummer
  • Betriebsnummer des Beschäftigungsbetriebes
  • Kalenderjahr der Versicherungspflicht zur Unfallversicherung
  • Unternehmernummer nach § 136a des Siebten Buches (bzw. Mitgliedsnummer bis 2022)
  • Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers
  • das in der Unfallversicherung beitragspflichtige Arbeitsentgelt sowie seine Zuordnung zur jeweilig anzuwendenden Gefahrtarifstelle

 

In DATALINE Lohnabzug werden die Jahresmeldungen zur Unfallversicherung beim Monatswechsel in den Januar des neuen Jahres erstellt, so dass sie im Januar des neuen Jahres versendet werden können.

 

Ab 1. Januar 2023 fällt der Sozialversicherungsausweis weg

Bereits seit 2012 wurde das rosa Kärtchen für den Sozialversicherungsausweis nicht mehr verschickt, sondern durch ein Anschreiben der Deutschen Rentenversicherung ersetzt.

 

Im Zuge der Digitalisierung und Entbürokratisierung wird nun der elektronische Abruf bzw. Import der Versicherungsnummer anstelle der Vorlagepflicht des SV-Ausweises eingeführt. Dieses Versicherungsnummernabfrage erfolgt in Lohnabzug auf Knopfdruck direkt im Dialogverfahren mit der Rentenversicherung, sodass eine bereits vergebene Versicherungsnummer für die oder den neue(n) Beschäftigte(n) direkt mitgeteilt und dann auch für die eigenen Stammdaten übernommen werden kann.

 

Wegfall der eTIN ab 2023 in der Lohnsteuerbescheinigung

Elektronische Lohnsteuerbescheinigungen, die von Arbeitgebern ausgestellt werden, dürfen für die Bescheinigungsjahre ab 2023 nur noch mit der Angabe der Steuer-Identifikationsnummer der Arbeitnehmer an das Finanzamt übermitteln werden. 

 

Die bisherige Möglichkeit, die Übermittlung alternativ mit einer sogenannten eTIN (electronic Taxpayer Identification Number) vorzunehmen, fällt ab 2023 weg. Betriebe sollten sich also darum kümmern, dass ihnen die Steuer-Identifikationsnummern aller ihrer Arbeitnehmer vorliegen.

Telefonische Krankschreibung weiterhin möglich

Telefonische Krankschreibungen bei leichten Atemwegserkrankungen sind weiterhin für bis zu sieben Tage möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona-Sonderregelung bis 31. März 2023 verlängert.

 

Niedergelassene Ärzte müssen sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Der Beschluss trat zum 1. Dezember 2022 in Kraft.

 

Kindergeld 2023 steigt

Das Kindergeld wird monatlich von der Familienkasse gezahlt. Im öffentlichen Dienst übernimmt regelmäßig der Arbeitgeber die Auszahlung über die Entgeltabrechnung. Bislang war das Kindergeld, je nach Anzahl der Kinder gestaffelt. Ab 2023 wird es erhöht und vereinheitlicht. Der Bundesrat hat dem Gesetz zum Ausgleich der Inflation durch einen fairen Einkommensteuertarif sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Inflationsausgleichsgesetz - InflAusG) am 25.11.2022 zugestimmt.

 

Ab 1.1.2023 steigt das Kindergeld für jedes Kind auf monatlich 250 Euro. 

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