Keine Entgeltfortzahlung für neue Beschäftigte in der Wartezeit

Arbeitnehmer, die krankheitsbedingt arbeitsunfähig sind, erhalten für bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Eine Ausnahme gibt es allerdings. Während der ersten vier Wochen einer neuen Beschäftigung ist keine Entgeltfortzahlung vom Betrieb zu leisten.

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist gesetzlich im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt. Hier heißt es sinngemäß, dass „Arbeitnehmer einen Entgeltfortzahlungsanspruch von 42 Kalendertagen haben“ (§ 3 Absatz 1 EFZG). Dies gilt übrigens auch für geringfügig entlohnt Beschäftigte.

 

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Minijob und Steuern

Geringfügig entlohnt Beschäftigte sind Teil fast jeden Betriebs. Bei der Besteuerung der geringfügig entlohnt beschäftigten Arbeitnehmer wählen viele Betriebe die Pauschsteuer in Höhe von  2 %. Doch dies ist nicht immer die beste Wahl. Gewusst wie, kann der Betrieb hier ein Teil der Lohnnebenkosten bei Minijobbern sparen.

 

Grundsätzlich unterliegen Arbeitnehmer der Steuerpflicht. Das bedeutet, die Einkünfte aus dem Arbeitsverhältnis sind zu versteuern. Dies gilt natürlich auch für geringfügig entlohnt beschäftigte Arbeitnehmer (Minijobber). Allerdings gelten hier Sondervorschriften, die die Besteuerung erleichtern können.

Zunächst gilt auch für Minijobs, dass diese nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) zu versteuern sind. Das heißt, sie sind nach der Steuerklasse zu versteuern. Neben der Lohnsteuer sind dann (gegebenenfalls) noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer zu zahlen.

Für Minijobs gibt es aber auch noch die Möglichkeit der Pauschsteuer. Es gilt bei Minijobbern, für die der Arbeitgeber pauschale Rentenversicherungsbeiträge zahlt, dass sie auch mit einer 2-prozentigen Pauschsteuer versteuert werden können. Diese Pauschsteuer beinhaltet auch den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer (als Pauschalabgabe), so dass diese nicht noch zusätzlich ins Gewicht fallen.

 

Ferner besteht noch eine weitere Möglichkeit der pauschalen Versteuerung, wenn der Arbeitgeber keine pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung zahlen muss. In diesen (seltenen) Fällen, kann die Lohnsteuer pauschal 20 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abgerechnet werden.

Es existieren also drei unterschiedliche Besteuerungsformen für Minijobber, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Für das Lohnbüro ergeben sich somit Gestaltungsmöglichkeiten, die individuell auf den einzelnen Minijob und den Arbeitnehmer abgestimmt werden müssen.

 

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Feiertagszuschläge im Mai 2024

Der Mai 2024 ist ein echter Feiertagsmonat. Bereits der Monatserste ist ein Feiertag und im laufenden Monat warten auch einige Feiertage, die es in der Lohnabrechnung zu beachten gilt. Für die betriebliche Entgeltabrechnung stellt sich stets die Frage, ob Arbeitnehmer an den Feiertagen arbeiten oder nicht sowie ob bei der Arbeit an Feiertagen Feiertagszuschläge gezahlt werden. 

 

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Kurzfristigkeitsgrenzen 2024

Kurzfristige Beschäftigungen gehören zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Anders als bei den geringfügig entlohnten Beschäftigungen, kommt es hier auf die Einhaltung der Zeitgrenzen der Beschäftigung an.

 

Der große Vorteil der kurzfristigen Beschäftigungen liegt in der Beitragsfreiheit. Liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor, so sind keine Sozialversicherungsbeiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zu zahlen. Konkret sind dies insgesamt rund 40 % Abgaben, die mit einer kurzfristigen Beschäftigung gespart werden können. Für den Betrieb und den Beschäftigten entfallen jeweils rund 20 % Lohnnebenkosten.

 

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Pflege-Mindestlohn steigt zum 1.5.2024

Ab 1.5.2024 dürfen sich Arbeitnehmer in der Pflege über höhere Mindestlöhne freuen. Denn der Pflege-Mindestlohn steigt erneut ab 1.5.2024.

 

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